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Oskar Maria Graf

external image 330px-Schrimpf_oskar_maria_graf.pnghttps://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Maria_Graf
Oskar Graf wurde am 22. Juli 1894 als neuntes von elf Kindern ...
Im Jahre 1911 floh er vor den Misshandlungen seines Bruders Max nach München, in der Hoffnung, sich eine Existenz als Dichter aufbauen zu können.
Er schloss sich dort Bohème-Kreisen an und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten, etwa als Posthelfer oder Liftboy durch.

Er unternahm erste literarische Bemühungen und wurde Schriftführer der Gruppe „Tat“ um den sozialistischen Schriftsteller Erich Mühsam.
In den Jahren 1912/13 war er als Vagabund in der Reformersiedlung „Anarchistenkolonie“ auf dem Monte Verità bei Ascona[1] und in Oberitalien unterwegs,
begleitet von dem Maler Georg Schrimpf, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.
Zeitweise arbeiteten beide in der Künstler- und Reformer-Kolonie Monte Verità bei deren Gründern, den Brüdern Karl (1875–1920) und Gusto Gräser.

Anfang 1918 war Oskar Maria Graf wegen Teilnahme am Munitionsarbeiterstreik kurzzeitig inhaftiert worden.
1919 wurde er wegen der Teilnahme an den revolutionären Bewegungen in München erneut verhaftet.

Ab 1920 war Oskar Maria Graf als Dramaturg am Arbeitertheater Die neue Bühne tätig, bis ihm 1927 mit seinem autobiografischen Werk Wir sind Gefangene der literarische Durchbruch gelang, der ihm eine Existenz als freischaffender Schriftsteller ermöglichte.
Am 17. Februar 1933 fuhr er zu einer Vortragsreise nach Wien, wo er Mitglied der Vereinigung sozialistischer Schriftsteller wurde. Dies war der Beginn seines anfangs freiwilligen Exils. Da seine Bücher nicht der Bücherverbrennung durch die Nazis zum Opfer fielen und ihre Lektüre sogar empfohlen wurde, veröffentlichte er am 12. Mai 1933 in der Wiener Arbeiter-Zeitung den Aufruf:
  • „Verbrennt mich! […] Nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbande gelangen. Verbrennt die Werke des deutschen Geistes! Er selber wird unauslöschlich sein wie eure Schmach!“

zum Geburtstag:

bayrischer Postfaschismus

Graf kritisierte in der Nachkriegszeit die Anpassung der Münchner und Bayern (an ein wirkliches "Deutschland" glaubte er nie, in der Ansammlung einander unverständlicher Dialekte)
an nun zwei Regierungen, die der Besatzer und die eigene ...
die dann doch wieder weitgehend aus der Nazi-Zeit stammte und deren Programme verwirklichte:

Gefälschte Familien-Idyllen und alte Obrigkeits-Gläubigkeit wie katholische Unterwürfigkeit, die seiner Kritik von 1932 immer noch entsprach: Es gab Katholiken und Bolschewisten, was bedeutet, dass die reaktionäre Presse der Besitzenden jede Unterscheidung von Anarchismus, Sozialismus, Mehrheits-Sozialdemokratie und Kommunismus verweigerte, das schlichte Freund-Feind-Schema der Zwei-Staaten-Lösung nachbildete, die alle hin nahmen, und gleichzeitig offiziell bestritten.

Postfaschismus in der Anbetung der heiligen Arbeitsplätze, Auto-Industrie und Waffengeschäfte

Als München in den 60er Jahren auto-gerecht zugerichtet werden sollte, begann die Autobahn-Planung vierspurig beim Deutschen Museum nach Nürnberg, der Gsteig, Innere Wiener Straße und Wiener Platz, Max-Weber Platz, alles wäre Autobahn. Erst nach 1980 wurde die Vorplanung aufgehoben, die Häuser konnten renoviert werden.
Der Führer hatte ähnliche Planungen, die im **NS-Dokuzentrum** zu sehen sind: Auch ein wenig zur schief gegangen "Entnazifizierung", die zuerst durch gegenseitige Persil-Scheine unterlaufen, dann 1951 durch eine einstimmige Rücknahme im Bundestag vollkommen zurück genommen wurde: Alle Beamten, Richter und nicht verurteilten wieder an ihren Plätzen.
Unterwürfiges Schweigen breitete sich über das folgende Jahrzehnt, das nun die Nazi-Pläne weiter verwirklichte: Häuschen bauen, Autobahnen, Kleinfamilien-Idyllen, eine Lüge der internationalen Ausbeutung, Kolonialisierung bis heute, das Leben auf Kosten anderer Regionen, die zum Teufel gehen, mit samt dem Klima, von der NATO in Schach gehalten.

Mitten im tiefsten Frieden bestreiten wir anderen das Existenzrecht

und lassen sie im Mittelmeer ersaufen, das ist der bürgerliche Rassismus mit anderen Mitteln.

"Obergrenze" ist die Verweigerung von Asylrecht und Gesetzesbruch

und die Einzelfall-Entscheidung wird durch Länder-Richtlinien aufgehoben,
ausgeführt in Landratsämtern bei Androhung von Zwangsversetzung oder Entlassung bei Erteilung von Arbeits-Erlaubnissen, wie zumindest Mitarbeitende berichten.

bayrischer Postfaschismus führt nur Befehle aus

und auch, wenn das ganze Land so ist, die Vorrechte der Motorisierten üben in den Städten den wirklichen Terror aus:
Kinder werden aus Überlebens-Angst auf Ampelmännchen getrimmt, sogar die Angst vor Radfahrern wird ihnen eingeschärft,
obwohl die selten so tödlich sind wie die immer breiter und schwerer werden Zwei-Tonnen-Karossen mit irrsinnigen Auspuff-Werten, INvestoren-freundlich runtergetestet.

Dazwischen knatternde stinkende Motorräder und alte nostalgische Abgas-Schleudern als Party- und Touristen-Busse, unsere Gesundheit ist nicht schützenswert.

Zieh doch auf's Land ...

da ist es teilweise noch schlimmer: Auto-Abhängigkeit (wer würde schon Nahverkehr benutzen?)
zwischen bigottem Katholizismus und alter faschistischer Rechthaberei der Reicheren, die in der Staatspartei "anschaffen".

weiter in www.eineweltnetz.org


Danke für die tollen Anregungen!

Reformpädagogik auf dem Umweg über das amerikanische Exil in der "Umerziehung"
Frühe Nachkriegs-Pädagogik an Hochschulen

04.11.1901: Jugendbewegung "Der **Wandervogel**" gegründet

04.11.2015 | Bayern 2

Bayerische **Wandervögel**: Anfänge einer Jugendkultur

"Wandervögel" nannten sich die Jugendlichen, die vor gut 100 Jahren erstmals auf selbstorganisierten "Fahrten" in die …
13.04.2017 | Bayern 2

Kommunikation / Abgrenzungen Naturfreunde? / Sozialistische Jugendverbände / Soli-Jugend Radfahrer-Bewegung, Künsterlnnen-Gruppen Musik / Tanz
Abgrenzung der historischen sozialistischen Jugendverbände vom "bürgerlichen" Wandervogel
bis zur Diskreditierung als prä-faschistisch: Beispiele der langjährigen Frauenprojekte wie "Schwarzerden" / Gisela Notz? Referentin Witzenhausen, Fotos!

Solid-jugend https://www.linksjugend-solid.de und Radfahrer-Geschichte im "Empor zum Licht!" / Ausstellungs-Band vom arbeiterarchiv
www.TRIALOG2016.jimdo.com
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Johannes Nohl und Erich Mühsam

www.pressenza.de
www.plenum-R.org
www.raete-muenchen.de
www.eineweltnetz.org
http://befreiungsbewegung.fairmuenchen.de
www.fairmuenchen.de/wandervogel


Notizen zu Otto Gross in den Tagebüchern von Erich Mühsam

www.psyalpha.net/biografien/otto-gross/notizen-otto-gross-tagebuechern-erich-muehsam

http://monteverita.net



cronistoria

www.monteverita.org

1869-1874
The Russian anarchist Michail Bakunin settles in Locarno. He lives from 1873 to 1874 at the "Baronata" in Minusio. His concept of Utopia is a society in which no one rules is over anyone else.
1885-1928
Antoinette de Saint-Léger, a Russian Baroness of German descent, is the owner of the Islands of Brissago. The botanical garden on the island is her earthly paradise.
1889
Alfredo Pioda, a member of the Swiss Parliament and theosophist from Locarno, plans the foundation of a theosophical cloister called "Fraternitas" on Monescia, which is what Monte Verità was called at that time, together with Franz Hartmann and Countess Constance Wachtmeister.
1900-1920
The champions of an alternative to Capitalism and Communism propose a new way of life and found a cooperative based initially on primitive socialism and subsequently on individualistic vegetarian principles, with a third phase of development marked by the construction of a sun-bathing establishment and the Monte Verità Sanatorium.
The founders are the pianist and feminist leader Ida Hofmann, Henri Oedenkoven, the son of an industrialist, and the brothers Karl and Arthur (Gusto) Graser.
1904
The anarchist medical doctor Raphael Friedeberg settles in Ascona. Thanks to him, many anarchists come to Ascona: Prince Peter Kropotkin, the doctor of the poor, Fritz Brupbacher from Zurich, Ernst Frick, Max Nettlau and also ex-members of the Social Democratic Party, Karl Kautsky, August Bebel and Otto Braun.
1905
The German anarchist Erich Mühsam would like to see Ascona as "the republic of the homeless, the exiled and the destitute".
1906-1911
The psychoanalyst from Graz, Otto Gross, plans a university in Ascona for the emancipation of mankind, which will lead to a return to the communist paradise.
1909
The queen of Bohemian life in Munich, the "cosmic" Countess and writer Franziska zu Reventlow, leaves Schwabing to go to live in Ascona and Locarno.
1913-1918
Rudolf von Laban establishes his "School for Art" on Monte Verità, which is associated with the individualistic cooperative, and has the educational goal of introducing the students to all the means of expression employed by human inventiveness. The "New Dance" is born, and Mary Wigman, Katja Wulff and Suzanne Perrottet become students of Laban. Isidora Duncan visits Monte Verità.
1914-1918
Ascona becomes a haven for intellectual émigrés along with Zurich and Bern. The artists in particular begin commuting between the city (Zurich) and nature in the south (Ascona).
1917
Theodor Reuss, Master of the Order of the Templars of the Orient, organizes a congress on various themes at Monte Verità: societies with no national distinctions, cooperatives, modern education, women's rights in the society of the future, mystic freemansonry, new social structures and, lastly, dancing as art, ritual and religion. The culminating event of the congress is the performance of the ritual dance "Song to the Sun" executed by the Laban School of Dance; they dance from sunrise to sunset.
1918
Artists flock to Ascona in great numbers: Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky, Arthur Segal, the Dadaists Hugo Ball, Hans Arp and Hans Richter. Ascona becomes a village of artists.
1919-1964
The former Secretary of the Federation of Swiss Labour Unions, Margarethe Faas-Hardegger, a Follower of the socialist ideas of Gustav Landauer, establishes an anarchist-communist agricultural community in Minusio.
1920
The founders of Monte Verità emigrate to Spain and then to Brazil.
1923-1926
Monte Verità becomes a hotel business run by a trio of artists (Werner Ackermann, Max Bethke and Hugo Wilkens), backed financially by William Werner.
1924
Walter Helbig, Ernst Frick, Albert Kohler, Gordon McCouch, Otto Niemeyer, Otto van Rees and Marianne von Werefkin form the artists' group "The Great Bear" (City Museum).
El Lissitzky stays in Locarno, Ascona and Ambrì for health reasons.
1924-1938
Fritz Jordi establishes the agricultural community "Fontana Martina" in Ronco sopra Ascona.
1926
Monte Verità is acquired by Baron Eduard von der Heydt, banker of the former German Kaiser William II and one of the greatest collectors of contemporary, oriental and primitive art.
1927
The artists of the "Bauhaus" school (Albers, Bayer, Breuer, Gropius, Schawinsky and Schlemmer) discover Ascona as a holiday resort and a world apart from the "Bauhaus". The Monte Verità Hotel is built by Emil Fahrenkamp in "Bauhaus" style, and in Minusio the Sanctuarium Artis Elisarion is built as the repository for the painted dualistic philosophy of the world of confusion and the world of clarity (Klarismus) of the Baltic nobleman Elisar von Kupffer.

Die strenge Heidelbeere

http://www.theeuropeanlibrary.org/tel4/newspapers/issue/fullscreen/3000094568102?page=2
Daß auch das Restaurant eine „moralische Anstalt" mit erzieherischen Tendenzen sein kann, zeigt ein vegetarisches Speisehaus, das ein Herr StraSkraba in Ancona im Tessin unter dem Namen Heidelbeere betreibt. Aus den Speisekarten findet sich, wie man uns mitteilt, am Fuß folgende Bemerkung:

Mode-Affen, Juwelen-Pfauen, Kasten-, Titel-, Geld-, Ordens- und andere Protzen finden in der Heidelbeere keine günstigen Daseinsbedingungen. Parfümierten Wiedehopfen, Nikotin- und Alkohol-Sklaven ist der Eintritt nur in desinfiziertem Zustande gestattet." — Ist das human von dem strengen Wirt zur Heidelbeere, die armen Nikotin- und Alkohol-Sklaven ihr Ausschlußverbot erst auf der Speisekarte lesen zu lassen? Wenn ihnen ob der leckeren Erbsen-Koteletten und Bohnen-Rumpsteaks schon das Wasser im Munde zusammenläuft!

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Luft-Licht-Hütte
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Wandervogel Berlin -Hamburg


(sehr oft Nazi-nah)


Alfred Toepfer und die Wandervogel-Bewegung
Im Jahr 1907 sprang der Funke nach Hamburg über. Hier war es Richard Cordes, ein Student am Lehrerseminar, der am 15. Februar 1907 im Logenhaus Große Allee die ersten Eintragun-gen in die Scholarenliste der Alt-Wandervogel-Gruppe Hamburg vornahm und in den Pfingst-ferien 1907 die erste mehrtägige Fahrt - sie führte in die Holsteinische Schweiz durchführte.


**Wandervogel**-Laute: Die komplette Beratung noch einmal sehen


Diese Wandervogellaute, gebaut etwa zwischen 1912 und 1918 in Markneukirchen, war ein äußerst beliebtes Begleitinstrument der Wandervogelbewegung. Geschätzter …

25.01.2014 | BR Fernsehen

zur Suche **Wandervogel**-Laute: Spielend wandern

Diese Wandervogellaute, gebaut etwa zwischen 1912 und 1918 in Markneukirchen, war ein äußerst beliebtes Begleitinstrument der Wandervogelbewegung. Geschätzter …
24.01.2014 | BR Fernsehen

Mandoline: Wagner als **Wandervogel**

Das prägnante Profil von Richard Wagner ziert als Ärmelschoner diese in den 1920er Jahren im vogtländischen Markneukirchen gebaute Mandoline, ein beliebtes …
12.10.2013 | BR Fernsehen

Klabund (wikipedia)

Nach dem Abitur, das er 1909 mit besten Noten am Humanistischen Friedrichsgymnasium in Frankfurt (Oder) bestand, studierte er erst Chemie und Pharmazie in München, wechselte jedoch bald die Fächer und studierte Philosophie, Philologie und Theaterwissenschaften in München, Berlin und Lausanne. Bereits in München erhielt er durch den Theaterwissenschaftler Artur Kutscher Zugang zur Bohème und machte unter anderem die Bekanntschaft von Frank Wedekind. 1912 brach er das Studium ab.

Im Laufe des Krieges wandelte sich Klabund zum Kriegsgegner. Beeinflusst wurde er in dieser Wandlung durch Brunhilde Heberle, seine zukünftige Frau, die er im Lungensanatorium kennengelernt hatte. Er nannte sie mit ihrem zweiten Vornamen Irene, was „die Friedliche“ bedeutet. Im Tessin schloss er sich einem Kreis pazifistischer deutscher Emigranten an, die eng mit dem Monte Verità von Ascona verbunden waren. In der Villa Neugeboren in Monti sopra Locarno, die er mit seiner Geliebten bezog, wohnten oder verkehrten um dieselbe Zeit Ernst Bloch, Hermann Hesse, Emmy Hennings, Else Lasker-Schüler und der Naturprophet Gusto Gräser. 1917 veröffentlichte die Neue Zürcher Zeitung Klabunds offenen Brief an Wilhelm II. mit der Aufforderung zur Abdankung.[3] Gegen Klabund wurde daraufhin ein Verfahren wegen Vaterlandsverrats und Majestätsbeleidigung eingeleitet.

Die letzte Kornblume -

Sie ging, den Weg zu kürzen, übers Feld.
Es war gemäht. Die Ähren eingefahren.
Die braunen Stoppeln stachen in die Luft,
Als hätte sich der Erdgott schlecht rasiert.
Sie ging und ging. Und plötzlich traf sie
Auf die letzte blaue Blume dieses Sommers.
Sie sah die Blume an. Die Blume sie. Und beide dachten
(Sofern die Menschen denken können, dachte die Blume…)
Dachten ganz das gleiche:
Du bist die letzte Blüte dieses Sommers,
Du blühst, von lauter totem Gras umgeben.
Dich hat der Sensenmann verschont,
Damit ein letzter lauer Blütenduft
Über die abgestorbene Erde wehe –
Sie bückte sich. Und brach die blaue Blume.
Sie rupfte alle Blütenblätter einzeln:
Er liebt mich – liebt mich nicht – er liebt mich… nicht. –
Die blauen Blütenfetzen flatterten
Wie Himmelsfetzen über braune Stoppeln.
Ihr Auge glänzte feucht – vom Abendtau,
Der kühl und silbern auf die Felder fiel
Wie aus des Mondes Silberhorn geschüttet.